2013

Gut Ding will Weile haben

War es während vieler Jahre der Fussball, der viele Hobby-Kicker an zahlreiche Turniere zog, zieht mittlerweile auch Unihockey die unterschiedlichsten Sportler in Massen an. Allen voran am Chlausä-Cup, dem Plausch-Unihockeyturnier des Turnverein Zunzgen. In seiner 18. Auflage zählt das dreitägige Turnier zu den grössten seiner Art in der Region. 69 Mannschaften und über 500 Spieler aus mehreren Kantonen massen sich heuer in den fünf Kategorien.

Ob Fussballer des FC Gelterkinden, Inlinehockeyaner aus Rothenfluh oder auch beispielsweise Polizisten aus dem Stadtkanton. Am Chlausä-Cup sind es nicht nur gelernte Unihockeyaner, die gross auftrumpfen und um den Sieg kämpfen. Die Herkunft ist aber nur einen von verschiedenen Faktoren, der die Teams unterscheidet. Ein anderer ist das unterschiedliche Auftreten. Während einige Mannschaften mit angefertigten fiktiven Sportklubs angefertigte Trikots auflaufen, sind bei anderen der Kreativität der Verkleidung keine Grenzen gesetzt. Von schlichten Santichlaus-Mützen bis hin zum Ganzkörper-Anzug und Badekappe, wie sie das Böckter „Wolfloch“-Team trug, gab es an den drei Wettkampf-Tagen neben schönen Ballstafetten auch die unterschiedlichsten Kreationen zu bestaunen.

Am Ende brachten die Verkleidungen den Mannschaften aber kein Glück, denn ganz vorne trumpften andere Equipen auf.

So setzte in der Kategorie Mixed das Team „The Incredibles“, eine Mannschaft bestehend aus Zunzger Frauen und Spielern des Turnverein Thürnen, ihren Sieges-Rhythmus weiter. Denn seit 2009 gewannen die Unglaublichen das Turnier immer in den ungeraden Jahren, heuer also zum dritten Mal. Noch ein Jahr länger als der erste Sieg der triumphierenden Mixed-Mannschaft zurückliegt, musste der Gewinner der Aktiv-Kategorie auf den ersten Erfolg warten. 2008 nahmen die aus dem bernerischen Wynigen stammenden „Mr. Fernandez“ zum ersten Mal in Zunzgen teil. Seither kamen die sieben Männer, die in der ganzen Schweiz an Unihockey-Plauschturnieren teilnehmen, am Chlausä-Cup nicht über einen zweiten Platz hinaus. Mit einem deutlichen 7:2-Sieg gelang den Bernern im diesjährigen Halbfinal jedoch die Revanche des letztjährigen Finals, als sie sich gegen das Team „Fritigsklub“, die Plauschmannschaft der Waldenburg Ealges noch geschlagen geben mussten. Den Turniersieg realisierten sie dann dank eines Finalsieges gegen die Gunzger Yaks, die Sieger in Zunzgen aus dem Jahr 2010.

Zu den erfolgreichsten Jugend-Teams zählte in diesem Jahr die Jugi Zeglingen, dies obwohl sie keinen Kategoriensieg realisierten. Mit zwei zweiten Plätzen, durften die Zeglinger aber in beiden Nachwuchskategorien aufs Podest. Bei den älteren Knaben musste sich die Jugi gegen Torpedo Rümlingen geschlagen geben und bei den Kleineren war es der SC Biel-Benken, der sich über Gold freuen durfte. Das beste Mädchenteam kam in diesem Jahr aus Sissach. Die „Gekkos“ gewannen die Kategorie vor dem TV Arboldswil. Der Chlausä-Cup bot damit wiederum nicht nur für eine grosse Bandbreite an Mannschaften, sondern auch an unterschiedlichen Gewinnern. Ein Zeichen, dass der Unihockeysport nicht nur im Oberbaselbiet, sondern in der ganzen Region an Attraktivität dazu gewonnen hat.

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